• 2CD
  • Date : 27.01.2017
  • Package : 2CD Digipack
  • Running Time CD 1 : 76:45
  • Running Time CD 2 : 79:58

Klaus Schulze – Ballett 1&2

Re-Release der Klaus Schulze-Alben “Ballett 1 & 2” (originally released 2000 als Teil der seltenen, streng limitierten und längst vergriffenen 10CD-Box “Contemporary Works”).

 

Klaus Schulze über „Ballett“:

„Die “Contemporary Works” enthielten außer dem “Ballett 1″ auch ein “Ballett 2″, “3” und “4”. Ich hatte die vier Stücke ursprünglich als eine Komposition gedacht – zu Ehren meiner Mutter, die Ballett-Tänzerin war und 1998 gestorben ist. Ich bin allerdings nie davon ausgegangen, dass das Ballett aufgeführt und getanzt wird. Dazu müsste ich es auf 15 bis 20 Minuten kürzen und wahrscheinlich alle meine Lieblingsstellen rausschmeißen – sehr schwierig! Die Musik hätte auch einen anderen Titel haben können. Aber weil es die erste Produktion war, die ich direkt nach dem Tod meiner Mutter gemacht habe, habe ich ihr den Titel “Ballett” gegeben und die vier Parts einfach durchnummeriert.

Wolfgang Tiepold, der hier Cello spielt und seinen Beitrag zu “Agony” selbst entwickelt hat – darum habe ich ihm auch ein Credit als Komponist gegeben -, habe ich im Sommer 1978 bei der Produktion von “X” im Studio Panne-Paulsen [Frankfurt/Main] kennen gelernt, wo ich vorher schon “Moondawn” [1976] aufgenommen hatte. Für “X” wollte ich unbedingt ein Orchester und vor allem ein Cello haben. Eberhard Panne kannte Tiepold von seinen Aufnahmen mit dem Orchester des Hessischen Rundfunks, die bei Panne-Paulsen gemacht worden waren. Er rief Tiepold an, wir unterhielten uns, und dann hat Tiepold auf “Heinrich von Kleist” [“X”-CD 2, Track 2] super gespielt. Er hat dann auch das Orchester dirigiert, weil es der Dirigent nicht schaffte, seine Jungs im Takt zu meinem Sequencer spielen zu lassen. So hat Tiepold “X” für mich sozusagen “gerettet”. Seither ist er mein Haus-Cellist. Immer wenn ich ein Cello brauche, rufe ich Tiepold an.

Wegen des Cellos haben die Stücke natürlich einen leicht klassischen Touch. Aber: Nein! Ich verbinde die Elektronik zwar gern mit klassischen Klängen und Strukturen, aber so weit, dass ich “klassisch” komponiere, wird es nicht kommen. Genauso wenig werde ich die vielen Gedichte veröffentlichen, die ich vor meinem Germanistik-Studium geschrieben habe, oder wie McCartney Sonntagsmalerei ausstellen – abgesehen davon, dass ich nicht malen kann. Und ich werde auch nie eine Autobiographie schreiben; ich bleibe bei dem, was ich kann. Ich habe ja auch nie ein Hobby nebenbei gehabt, ob Malen oder Schreiben. Ich habe immer nur Musik gemacht, mit Tunnelblick.“


 

Tracklisting:

CD 1

  1. Getting Near 10:43
  2. Slightly Touched 29:32
  3. Agony 36:30

CD 1: 76:45

CD 2

  1. Atmosphère Concrète 07:35
  2. Kagi’s Lament 30:12
  3. Wolf’s Pontivelli 24:18
  4. The Smile Of Shadows 12:06

Bonustrack:

  1. Trance 4 Motion 05:42

CD 2: 79:58