• CD
  • Date : 24.06.2016
  • Package : CD Digipack
  • Running Time CD : 51:55

Hale & Haines – Survival

David Bowie hatte mit “Lodger” gerade seine Berlin-Trilogie abgeschlossen, als sich die beiden New Wave Protagonisten Gus Hale und Denis Haines dazu entschlossen, ihr Soloprojekt HALE & HAINES in der damals noch geteilten Mauerstadt Berlin aufzunehmen. Für den jungen Klangtüftler Denis Haines, der zuvor bereits bei den HOLLIES, GARY NUMAN und der EDGAR BROUGHTON BAND, seine Talente als Keyboarder und Songwriter unter Beweis stellen konnte, war das ehemalige Studio der Berliner Electronic-Rock-Pioniere TANGERINE DREAM, das Paragon an der Bundesallee, genau das richtige Ambiente. Fast zwei Monate schlossen sich die beiden Engländer Gus Hale und Denis Haines hier ein, um ihr Werk “Survival” entstehen zu lassen. Von der Insel kamen gute Freunde, um dieses Projekt zu begleiten. Johnny Warman, damals mit dem Album “Walking Into Mirrors” und der Single “Screaming Jets” (mit Peter Gabriel) in den Charts sowie Russell Bell von der GARY NUMAN BAND spielten die Gitarren ein und John “Rhino” Edwards (ehemals JUDIE TZUKE BAND, DEXYS MIDNIGHT RUNNERS und seit 1986 bei STATUS QUO) sorgte für die tiefen Töne.

Das Album “Survival”, 1982 zum ersten Mal bei der Polydor erschienen, gliedert sich in zwei Teile auf.  Die ersten vier Titel, auf dem 1982-er Vinyl die A-Seite, sind fett produzierter Synthie-Pop mit reichlich New Romantic – Touch und entwickeln ihren ganz bestimmten Reiz und spiegeln den Zeitgeist Anfang der 1980-er Jahre wieder. Seite 2 des Vinyls bezeichneten HALE & HAINES damals als “ihre Berlin-Seite”. Diese Stücke entstanden fast alle erst während der Produktion im Paragon. Gus Hale und Denis Haines verarbeiten hier Eindrücke ihrer Streifzüge durch die geteilte Stadt, von Spaziergängen und Fahrten sowie Begegnungen in den Bezirken Kreuzberg, Neukölln und dem Wedding. Dennis Haines malt teilweise düstere, sehr melodische Klangbilder, die etwas an Bowies “V2 Schneider” erinnern, es entstanden Textzeilen wie “I’ll run across that no mans land, take my life into my hands. For the first time” (aus “Over The Wall”). Diesen Berlinbezug nimmt Denis Haines dann auch nochmals verstärkt im Bonusmaterial auf, vor allem im Stück “Karl-Marx-Strasse”. Aber auch die weiteren Session-Outtakes “Strangelands” und “Curtains”, die nachträglich von Haines bearbeitet wurden, nähern sich musikalisch atmosphärisch sehr dicht dem Thema. Haines schafft hier eine melancholische Grundstimmung, die sehr nachdenklich stimmt.

Das Album “Survival” selbst endet mit dem gewaltigen Epos “Echoes Of Final Goodbyes”.

 HALE & HAINES beendeten die Arbeiten zu “Survival” mit den letzten Overdubs und dem Mix in den Ridge Farm Studios in Dorking/UK, wo u.a. auch QUEEN, ROXY MUSIC und WET WET WET ihre Alben produzierten. Gus Hale und Denis Haines verbrachten fast ein halbes Jahr im Studio, um “Survival” fertig zu stellen, die Produktionskosten beliefen sich auf über 125.000 Pfund. In der heutigen Zeit undenkbar, allein schon finanziell.

Tracklisting:

  1. Survival 04:05
  2. Take Me Away 04:19
  3. To Love You 03:40
  4. Count To Three 04:51
  5. Softly The Morning Comes 03:51
  6. Isolation 04:55
  7. Over The Wall 06:17
  8. Echoes Of Final Goodbyes 05:27

Bonustracks

  1. Curtain 04:02
  2. Karl Marx Strasse 04:50
  3. Srangelands 03:46
  4. Final Curtain 01:15

 Total:   51:55

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