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Mit den TEXAS MAVERICKS veröffentlicht MIG Music nach den Beat Farmers mit Dick Montana eine weitere Band um einen charismatischen Musiker. Doug Sahm ist hierzulande in erster Linie durch das Sir Douglas Quintett und den Hit „Mendocino“ bekannt geworden. Der hyperaktive Künstler war ein Grenzgänger zwischen Country, Blues, British-Invasion-Einflüssen, Honky Tonk und Psychedelia – all dies meist in parallel betriebenen Bands. Damit ist er einer der Urväter des Tex-Mex. Im Nachhinein meint man, er hätte sich so beeeilen müssen mit allem, damit er alle seine Ideen der Welt noch rechtzeitig vermitteln konnte, denn er starb leider viel zu früh.

Doug Sahm rief auch die Texas Tornados ins Leben, bei denen auch Flaco Jiménez mitspielt. Nach dem Tod ihres Masterminds läuft alles unter der Regie von Shawn Sahm, einem Sohn von Sir Doug. Es gab noch eine Combo von Doug Sahm: die TEXAS MAVERICKS. Rockabilly und Rock’n’Roll der späten 50er Jahre liefern die Vorlage, die Sahm und seine Mitstreitern sich aneigneten und mit ganz eigener Prägung spielten.

Parallel zur Albumveröffentlichung gastierte das Quintett 1987 auch in Deutschland. „Ich kann mich erinnern, dass wir in Hamburg, Berlin, Stuttgart, Bremen und wohl noch einigen anderen Städten auftraten. Es waren meist kleinere Konzerthallen und Clubs.” Genau das Richtige für diese Art von Musik, freut sich Speedy Sparks, damals Gitarrist der Band. „Ich bin begeistert davon”, sagt Sparks. “Diese Aufnahmen gefallen mir noch besser als die aus dem Studio, weil sie eingefangen haben, was die Band damals ausmachte: pure Energie, Spielfreude und einfach Klasse – mir ist eigentlich erst so richtig klar geworden, welch großartiger Rhythmusgitarrist Doug war, als ich diesen Mitschnitt hörte“, gerät Sparks geradezu ins Schwärmen.

Nach dem Besuch in Deutschland war das Kapitel Texas Mavericks in der Geschichte Doug Sahms schon bald wieder beendet. „Doug hatte so viele Bands nebeneinander, und die Mavericks in erster Linie als Spaßprojekt betrachtet”, erläutert Sparks die Kurzlebigkeit der Texas Mavericks. Immerhin erinnert nun die Neuauflage von „Who Are These Masked Men?“ mit der Bonus-CD des Bremer Konzerts an den Mann, der vielen als Urvater der Tex-Mex-Szene gilt.

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