Der Österreicher Wilfried hatte 1973 mit seiner englischsprachigen Debütsingle “Mary, oh Mary” seinen ersten Nr. 1-Hit in der österreichischen Hitparade. Mit “Ziwui, ziwui” wechselte er vorübergehend in den Dialektgesang und etablierte sich als früher Vertreter des Austro-Pop, seine rockige Interpretation des “Kufsteinliedes” von 1981 kann als frühes Beispiel der „Neuen Volksmusik“ gelten. Von 1978 bis Mitte 1979 war Wilfried Sänger der Ersten Allgemeinen Verunsicherung (EAV). Er ist auf dem Debütalbum “1. Allgemeine Verunsicherung” zu hören und war mit der Band auch auf Tour. Da die EAV seinerzeit keinen eigenen Plattenvertrag hatte, wurde das Album über seinen Plattenvertrag bei der EMI veröffentlicht. Nach zwei englischsprachigen Alben bei der EMI wechselte Wilfried 1981 zur Polydor und und nahm fortan nur noch deutschsprachige Alben auf. Er vertrat u.a. Österreich mit “Lisa Mona Lisa” beim Grand Prix Eurovision de la Chanson und betätigte sich immer wieder erfolgreich als Schauspieler in Theater und Film. 1990 veröffentlichte er das Live-Album “Nachts In Der City”. Dieses Album kommt jetzt wieder Ende Februar 2026 überarbeitet in die Läden, inklusive der fast 12-minütigen Version von “Adler Bluusz”. Die Linernotes verfasste der österreichischer Filmproduzent und Regisseur Rudi Dolezal, zu Lebzeiten ein enger Freund des Künstlers. Wilfried starb im Sommer 2017. Weitere Rereleases, Überarbeitungen und Digitalisierungen aus dem Archiv des charismatischen Sängers sind in Planung.
