Die Nyckelharpa – ein faszinierendes Klangwunder. Auf den ersten Blick erinnert sie an eine Geige, denn sie wird mit einem Bogen gespielt. Doch gleichzeitig verlangt sie vom Musiker, zahlreiche Tasten zu bedienen; eine komplexe Kombination, die nur wenige beherrschen. Einer der wenigen Meister dieses Instruments ist Thomas Roth. “Grundsätzlich gilt für mein Schaffen, die Nyckelharpa mit seiner langen Tradition immer wieder in neue musikalische Kontexte zu stellen. Was dabei entsteht, ist immer wieder total spannend. Ebenso wie die Begegnungen mit den Musikern aus diversen musikalischen Stilrichtungen, die ich dabei treffe und mit denen ich zusammenarbeite” erzählt Thomas Roth, der mit seinem Talent und seiner Ausstrahlung eine einzigartige Mischung aus Barde und Abenteurer verkörpert.
Mit den Geyers (bereits ab 1983 als “Geyers Schwarzer Haufen”) war Thomas Gründungsmitglied der ersten Band in Deutschland, die Rock- mit Mittelaltermusik verband und dabei auch traditionelle mittelalterliche Instrumente einsetzte, wie Drehleier, Dudelsack sowie die Nyckelharpa. Die Geyers lösten sich 2014 auf, nach dem plötzlichen Unfalltod ihres Schlagzeugers Jost Pogrzeba. Fortan war Thomas Roth viel mit Blackmore’s Night auf Tour, der Band, bei dem der ehemalige Deep-Purple-Gitarrist Ritchie Blackmore zusammen mit seiner Ehefrau Candice Night Rock und Folk mit mittelalterlichen Renaissance-Einflüssen mischte.
Das Spiel von Thomas Roth auf der Nyckelharpa ist feinfühlig und voller Leidenschaft – ein Fenster in seine Seele. In seinen Melodien und Harmonien erzählt er Geschichten, teilt Erlebnisse. Mal verspielt und heiter, dann wieder tiefgründig und dramatisch und manchmal auch melancholisch.
Thomas Roth: “Auf meiner Reise mit der Nyckelharpa bin ich bei meinem neuen Album „Maskenball“ zu neuen Horizonten aufgebrochen. Es gibt musikalische Überraschungen und Kooperationen mit äußerst interessanten Gastmusikern. Für die visuelle Unterstützung des Titelsongs „Maskenball“ habe ich unter der Regie von Alex Krull ein fantastisches Musikvideo produziert, das den Song und die Stimmung der Musik wunderbar widerspiegelt”. Alex Krull (u.a. auch Tanzwut, Elis und Erben Der Schöpfung) produzierte auch das Album. Für das Stück „Jerusalem“ holte Thomas Roth sich Elina Siirala von Leaves’ Eyes und Atrocity als Gastsängerin ins Studio. Im Video zu „Maskenball“ sind unter anderem Zoe Marie Federoff und Donny Burbage von der renommierten Metalband Cradle of Filth zu sehen. Wie man sieht, kennt die Musik von Thomas Roth keine Genregrenzen.
- Le Grand Louis 04:37
- Maskenball 05:28
- Jerusalem 04:46
- Tanz 03:18
- Welsh Air 04:08
- Der Mann aus Halle 04:19
- Swedish Pictures 06:31
- Seasick Sailor 04:40
- Ingredients 06:38
total: 44:25 Min.
