Black Uhuru

Live at Rockpalast – Essen 1981


  • CD + DVD
  • Date : 28.10.2016
  • Package : CD+DVD Digipack
  • Running Time CD : 74:55
  • Running Time DVD : approx. 79min
  • Video Format : DVD 9 / NTSC
  • Audio Format : PCM Stereo 2.0
  • Picture Format : 4:3
  • Regionalcode: 0
  • FSK: 0
  • DVD
  • Date : 28.10.2016
  • Package : DVD Digipack
  • Running Time : approx. 79 min
  • Video Format : DVD 9 / NTSC
  • Audio Format : PCM Stereo 2.0
  • Regionalcode 0
  • FSK 0
  • Doppel Vinyl
  • Date : 28.10.2016
  • Package : 2LP Gatefold
  • Running Time : 74:55

Black Uhuru – Live at Rockpalast – Essen 1981

Nur wenige Monate nach dem Tode BOB MARLEY `s präsentierte der ROCKPALAST zum ersten Mal einen Reggae-Act in der Essener Grugahalle, ein Statement gegen die Ansicht, der Reggae sei am Ende. Die Wahl fiel auf BLACK UHURU, das Innovativste, was Jamaika abseits des immer mehr in den Fokus drängenden Dancehall zu bieten hatte.

1974 hatten Duckie Simpson, Don Carlos und Garth Dennis die „Schwarze Freiheit“ gegründet – „Uhuru“ ist Swahili und bedeutet „Freiheit“. Bevor es diese Besetzung jedoch zu einem Album brachte, hatte sich Dennis zu den WAILING SOULS abgesetzt und Don Carlos zog es vor, solo zu arbeiten. Simpson wollte das Projekt nicht aufgeben und verpflichtete Errol Nelson von den JAYS sowie als Leadsänger Michael Rose, der mit ‚Guess Who’s Coming To Dinner‘ (für NINEY THE OBSERVER) und ‚Born Free‘ (für FAT MAN) bereits zwei veritable Hits veröffentlicht hatte. Rose kannte Prince Jammy, den Haus-Engineer in KING TUBBYS Studio, der dabei war, seinen eigenen Studio- und Produktionsbetrieb aufzubauen. Daher wandte sich das neue BLACK UHURU Trio direkt an Jammy, von dem es hieß, er könne Hits erkennen, bevor sie geschrieben werden. Der bot ihnen gar nicht erst eine Single, sondern gleich ein komplettes Album an und ging mit den Dreien zu Harry J, der die modernsten Aufnahmekapazitäten hatte. Jammy holte für die Riddim-Playbacks Erfolgsgaranten wie Sly Dunbar, Robbie Shakespeare, Chinna Smith, Keith Sterling oder Winston Wright und zeichnete für  Arrangements, Produktion sowie Finanzierung verantwortlich. Am Ende übernahm er selbst an seinem angestammten Arbeitsplatz in TUBBYs Studio den finalen Mix.

1977 kam die Debüt-LP „Love Crisis“ auf den Markt, kurz darauf ging Nelson zurück zu den JAYS und wurde durch Puma Jones ersetzt. Vier Jahre und zwei Alben  später machte sich Jammy daran, die Aufnahmen
zu überarbeiten und noch einmal zu mischen, da sie unter anderem Namen von dem damals führenden englischen Label Greensleeves neu veröffentlicht werden sollten. BLACK UHURU hatten inzwischen ein militantes Image und so klang auch der Remix: aggressiv und basslastig, gepimpt mit Overdubs. Der neue Albumtitel war Programm: „Black Sounds Of Freedom“. Das Trio hatte seinen Style gefunden, nicht zuletzt, weil es durch Sly & Robbie zu einem Quintett angewachsen war. Die Riddim Twins gehörten nun fest dazu und hatten schon die zwischenzeitlichen LPs „Showcase“ (a.k.a. „Black Uhuru“ a.k.a. „Guess Who’s Coming To Dinner“) und „Sinsemilla“ produziert. Sie bestimmten den musikalischen Kurs mit unverkennbaren Rockeinflüssen, weg vom traditionellen One Drop Beat des Reggae, für den Bob Marley stand. „Als wir live gespielt haben“ sagt Sly Dunbar, „haben wir gemerkt, dass der One Drop Groove nicht genug Energie brachte. Also haben wir herausgefunden, wie die Rock’n’Roll-Leute spielen, und wir wollten dieselbe Energie im Reggae“ (aus dem Buch „The Anthology of Reggae Drumming“, A Documentary by Alex Domhoever 2016).

Nach ähnlichen Kriterien stellten sie die BLACK UHURU Liveband zusammen. Sie rekrutierten den amerikanischen Rockgitarristen Daryl Thompson († 2014), den sie aus der gemeinsamen Zeit mit PETER TOSH kannten, und engagierten den Keyboarder Franklyn „Bubbler“ Waul. Der allerdings durfte nicht die reggae-typische Shuffle-Orgel spielen, sondern prügelte steady den Offbeat ins Piano. Diese zwei Musiker, die bei einigen Konzerten durch Keith Sterling und Mikey Chung ersetzt wurden, bildeten mit SLY & ROBBIE den harten Kern von BLACK UHURU, der zusammen mit einem zweiten Gitarristen und einem Perkussionisten auch in Essen die Bühne dominierte.

Slys variantenreiche Drumpatterns, Robbies Bassschub, der schnörkellose Offbeat und Thompsons verzerrte Gitarrenlicks waren eine Kombination, die man so im Reggae noch nicht gehört hatte. Eine hypnotische Wall Of Sound als Basis für die revolutionären Rastafari-
Lyrics von Michael Rose, Puma Jones und Duckie Simpson, sporadisch durchbrochen von überraschenden Echoeffekten. Nach dem Auftritt im Rockpalast feierten BLACK UHURU weltweit Erfolge, inklusive drei weiterer Alben („Red“, „Chill Out“ und „Anthem“).

Dann wollte Michael Rose nicht mehr – angeblich wegen Eifersüchteleien von Duckie Simpson – und wurde ersetzt durch Junior Reid. Das neue Outfit schaffte mit ,Fit You Haffe Fit‘ und ,The Great Train Robbery‘ noch zwei UK-Top-10-Hits und veröffentlichte die Alben „Brutal“ und „Positive“. 1990 starb Puma Jones; SLY& ROBBIE zogen sich zurück.

Duckie Simpson, der die Rechte an dem Namen BLACK UHURU hält, führte das Projekt fort, reaktivierte die Gründer Don Carlos und Garth Dennis, machte mit ihnen Alben wie „Now“ und „Iron Storm“, blieb aber weit entfernt von den Erfolgen der 80er Jahre. Passend zum Hype der Zeit erschienen in der heißen Phase der Band zu einigen Alben Dubmixe außer der Reihe („Uhuru In Dub“, „The Dub Factor“, „Brutal Dub“, „Positive Dub“); außerdem veröffentlichte jede Besetzung mindestens ein Live-Album. Keines davon besaß jedoch die Klasse und die Energie des Rockpalast  – Auftrittes von 1981.

Helmut Philipps (Mai 2016)

 

Tracklist:

DVD

  1. Shine Eye Gal 05:37
  2. Plastic Smile 05:11
  3. Puff She Puff 05:23
  4. King Selassie 05:01
  5. Youth Of Eglington 05:06
  6. Push Push 05:18
  7. General Penitentiary 04:23
  8. Happiness 04:48
  9. World Is Africa 05:26
  10. Sponji Reggae 05:10
  11. Sinsemilla 07:24
  12. Guess Who Is Coming To Dinner 07:06
  13. Abortion 09:02

DVD total:                                                           approx. 79 Min

CD

  1. Shine Eye Gal 05:37
  2. Plastic Smile 05:11
  3. Puff She Puff 05:23
  4. King Selassie 05:01
  5. Youth Of Eglington 05:06
  6. Push Push 05:18
  7. General Penitentiary 04:23
  8. Happiness 04:48
  9. World Is Africa 05:26
  10. Sponji Reggae 05:10
  11. Sinsemilla 07:24
  12. Guess Who Is Coming To Dinner 07:06
  13. Abortion 09:02

DVD total:                                                                            74:55

Tracklist:

 BlackUhuru-LiveAtRockpalast_DVD_300px72dpi

DVD

  1. Shine Eye Gal 05:37
  2. Plastic Smile 05:11
  3. Puff She Puff 05:23
  4. King Selassie 05:01
  5. Youth Of Eglington 05:06
  6. Push Push 05:18
  7. General Penitentiary 04:23
  8. Happiness 04:48
  9. World Is Africa 05:26
  10. Sponji Reggae 05:10
  11. Sinsemilla 07:24
  12. Guess Who Is Coming To Dinner 07:06
  13. Abortion 09:02

DVD total:                                                           approx. 79 Min

Tracklist:

BlackUhuru-LiveAtRockpalast_300px72dpi

2LP

Side A:

  1. Shine Eye Gal 05:37
  2. Plastic Smile 05:11
  3. Puff She Puff 05:23
  4. King Selassie 05:01

Side B:

  1. Youth Of Eglington 05:06
  2. Push Push 05:18
  3. General Penitentiary 04:23
  4. Happiness 04:48

Side C:

  1. World Is Africa 05:26
  2. Sponji Reggae 05:10
  3. Sinsemilla 07:24

Side D:

  1. Guess Who Is Coming To Dinner 07:06
  2. Abortion 09:02

total:                                                                                     74:55


Photos:

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Photos by Manfred Becker