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Am 21. Januar 2017  jährt sich der Todestag des großartigen Barrelhouse-Blues-Pianisten und Sängers Champion Jack Dupree zum 25. Mal. Der in New Orleans geborene Jack Dupree war einer der ersten schwarzen Blues-Musiker, die 1959 ihre Heimat verließen, um in Europa ein Leben frei von der damals noch vorherrschenden Rassentrennung zu führen.

Die karibischen Einflüsse in seiner Heimatstadt prägten bereits damals die Rhythmik seines Barrelhouse-Klavierspiels, und man kann eine klare stilistische Linie von ihm über andere New-Orleans-Pianisten bis hin zu Professor Longhair und zum Rock’n’Roll eines Fats Domino ziehen.

In New Orleans lernte er die Grundlagen des Klavierspiels, die er dann unter dem Einfluss von lokalen Pianisten verfeinerte. In den 30ern reiste er viel durch die Staaten, u.a. Chicago und Indianapolis, wo er als Preisboxer seinen Namen ‘Champion Jack’ bekam. In den 40er Jahren machte er seine ersten Platten und wurde Teil der lebendigen Blues-Szene in New York, wo er auch in den 50er Jahren, nach seinem Kriegsdienst und zwei Jahren in japanischer Kriegsgefangenschaft, für die verschiedensten Labels Platten aufnahm. Nach seiner Übersiedlung nach Europa spielte im Verlauf seiner umfangreichen Karriere u.a. mit John Mayall, Eric Clapton, Mick Taylor und anderen britischen Musikern.

In den 70er Jahren hat er sich dann in Hannover niedergelassen, wo er fester Bestandteil der Blues-Szene wurde und in der Lister Meile einen eigenen Club betrieb, die “Blues-Meile”. “Sieben bis acht Jahre lang war ich jeden Abend dort”, erinnert sich MIG Music-Geschäftsführer Manfred Schütz. “Champion Jack Dupree hat sämtliche Blues-Größen nach Hannover geholt – von Memphis Slim, Sonny Terry & Brownie McGhee zu Lightning Hopkins. Und nach jeden Konzert hat sich der Meister selbst ans Klavier gesetzt und mit seinen Gästen eine Session gemacht.”

Zu den Höhepunkten in Champion Jack Duprees Karriere gehört sicher der Auftritt beim Jazzfestival in Montreux 1971, wo er u.a. mit dem Saxofonisten King Curtis auftrat. Erst 1990, kurz vor seinem Tod, kehrte er zu einem Besuch, einem Auftritt beim Jazz & Heritage Festival sowie den Aufnahmen für ein letztes Album zurück.

In der niedersächsischen Hauptstadt verlor der ehemalige Boxchampion 1992 im Alter von 83 Jahren dann seinen letzten Fight gegen einen übermächtigen Gegner – den Krebs.

MIG Music hat im Rockpalast-Archiv des WDR noch ein wunderbares Konzert aus dem Jahr 1980 entdeckt. Ton- und bildtechnisch auf den neuesten Stand gebracht, gibt es mit der 2-CD plus DVD ein zweistündiges Wiederhören mit dem seinerzeit 70-jährigen Champion, der an diesem Abend in Bestform und ganz in seinem Element ist.

Erhältlich ab dem 24. Februar 2017.

Zum Album

 

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