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Am 30.09.2016 veröffentlicht MIG Music  “Live at Rockpalast – Dave Stewart & The Spiritual Cowboys”. Mit dieser Band schlug Dave Stewart nach den Eurythmics ein neues Kapital auf.

Dass er als Partner von Annie Lennox für eine ganze Reihe Mega-Hits wie  „Sweet Dreams“,  „Who’s That Girl?“ oder „Here Comes The Rain Again“ geschrieben hatte, ist allseits bekannt. Über den Rest seines bunten Lebens ist man hingegen weniger gut im Bilde. Zum Beispiel, dass er mit Folk angefangen hat. Dass Elton John seine allererste Platte auf seinem Rocket-Label veröffentlichte; dass er Tom Petty nicht bloß ein Comeback in Form eines Hits bescherte, sondern während seiner US-Phase auch sein Nachbar war. Neben Petty produzierte er unter anderem Bob Dylan, Mick Jagger und Aretha Franklin.

Als Duo-Partner ist Stewart einfach erste Sahne – an der Seite der holländischen Saxofonistin Candy Dulfer beispielsweise brillierte er mit dem Soundtrack und Radio-Evergreen „Lily Was Here“. Mit dem ex-Specials-Sänger Terry Hall kollaborierte er unter dem Namen Vegas. Und im Internet finden sich Clips neueren Datums von Gastperformances mit einer (hierzulande wenig bekannten) griechischen Sängerin namens Anna Vissi. Er arbeitete mit Gwen Stefani, Stevie Nicks, Joss Stone u.v. a. mehr. Und seine Alben “The Ringmaster General” und “Blackbird Diaries” hat er vor Ort in Nashville aufgenommen. Dass es still um ihn sei, kann man also nicht behaupten.

Dave Stewart ist für die Musik in etwa das, was Karl Lagerfeld für Mode darstellt: Er hat ein Händchen für Hits, den richtigen Riecher für Qualität, ein Ohr für neue Talente, ein Auge für guten Stil – er fotografiert übrigens auch selbst. Dave Stewart hat einfach Geschmack. Wer ihm auf Facebook und Instagram folgt, kann u.a. sehen, wie sehr Mr. Stewart Gitarren liebt, wie viel er reist, wo er seinen Feierabendcocktail genießt, wen er so trifft und welche Eisen er schmiedet. Im Frühjahr erschien u.a. sein Buch „Sweet Dreams are made of this“, er bringt Pop-Konzerte in Englands leerstehende Kirchen “The Church Keys” und natürlich weiterhin regelmäßig Platten heraus.

Keine Frage, Musik ist definitiv sein Leben und macht ihm so richtig Spaß. Ganz besonders ist das auch dem Rockpalast-Konzert aus dem Jahr 1990 anzumerken. Keine Spur von Wehmut oder Trennungsschmerz nach der Eurythmics-Auflösung. Stewart spielt befreit auf, überbrückt mit kleinen Anekdötchen professionell den Bänderwechsel, legt das ein oder andere Solo hin und zeigt, was hochklassigen Pop ausmacht: eingängige Melodien und Abwechslungsreichtum. Wie schon bei den Eurythmics fließen diverse Stilrichtungen wie Soul, Country, Gospel in die Songs ein und schaffen Spannung. Peter Rüchel erinnert sich an das Konzert als eines „der besten“, das er miterlebt hat. Und das ist mitnichten übertrieben.

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Dave Stewarts Website

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