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Countdown zur Veröffentlichung der neuen Agitation Free Box am Freitag, 28.10. 2016: Jeden Tag gibt’s an dieser Stelle ein Bild aus dem Fotoalbum der Band.

Heute machen wir einen Zeitsprung von fünf Jahren ins Jahr 1972. Die Besetzung auf diesem Foto ist die des ersten Albums und besteht von links nach rechts aus: Michael Günther, Michael Hönig, Lutz Ulbrich, Jörg Schwenke, Burghard Rausch.

In der Zwischenzeit hat es innerhalb des Bandgefüges etliche Wechsel gegeben, die Michael Günther erläutert: „Anfang ’71 begann Edgar Froese von Tangerine Dream, sich von Zeit zu Zeit Christoph Franke auszuborgen. Ich werde den Gedanken nicht los, dass wir eine der Brutstätten der damaligen deutschen Rockszene waren, ähnlich John Mayall und Alexis Korner für den Blues in England. Immerhin fütterten wir die Szene ganz schön mit unseren Leuten. Die Dummen waren im Endeffekt wir.“

Ludwig  Kramer war bereits 1968 ausgeschieden, und Micki Duwe zu Ashra Tempel gewechselt. Die Band trat mit verschiedenen Leuten auf. Als Ersatz für Ludwig kam z.B. Axel Genrich, „der bei uns Improvisieren lernte.“ Auf dem 1. Deutschen Progressiven Popfestival 1970 im Berliner Sportpalast lernte er Guru Guru kennen, bei denen es ihm besser gefiel. Für ihn kam als Gitarrist Jörg „Joshi“ Schwenke, der zuvor in der ehemaligen Begleitband der Berliner Schlagersängerin Manuela, The Shatters, gespielt hatte.

Michael  Hönig kam im Februar 1971 in die Band. „Irgendwann führte ich auf dem Schulhof ein längeres Gespräch mit Michael “Höni” Hoenig, der auch auf meine Schule ging. Da er Interesse an Avantgarde-Musik hatte, schlug ich ihm damals vor, mal mit ins Studio zu kommen und mit der Improvisationsgruppe zu spielen. Er kam dann tatsächlich öfter hin und lernte, mit Zuspielbändern zu arbeiten. Als ich dann die Sachen hörte, gefiel mir die Art, wie Höni arbeitete, sehr gut.”

Ab Mitte ’71 war Christoph dann fester Drummer bei Tangerine Dream und brauchte dringend Ersatz. Michael Günther schreibt, sie hätten auch Klaus Schulze gefragt, ob er bei Agitation Free einsteigen würde. Der wollte nicht, aber er brachte “zu einem unser Übungstermine jemanden mit: Burghard Rausch. Burghard war zuerst etwas gehemmt, aber Klaus Schulze managte die ganze Geschichte. Wir haben sofort mit ihm gejammt und waren ganz angetan.”

Nun also war die Formation zusammen, die dann als AGITATION FREE bekannt geworden ist. 1972 ist das Jahr des ersten Plattenvertrags. „Wir spielten ein Demoband ein und schickten es an Music Factory, ein Label des Schott-Musikverlags. Die Antwort war positiv und man lud uns für den 25.2.1972 nach Mainz zu einem Konzert im Kurfürstlichen Schloss ein, um unsere Live-Qualitäten (gegen gute Gage) zu testen. Irgendwelche Bosse von Plattenfirmen waren auch da und deren Kritik war recht gut, so dass Music Factory sich entschloss, eine Platte mit uns zu produzieren.“

Fortsetzung folgt

Zur Agitation Free Box

 

 

 

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